Lichteffekte Präludium

Lammel I Lauer I Bornstein neues Album

Yeah! Wir freuen uns euch mitteilen zu können, dass wir im April 2016 im Traumtonstudio unser

neues Album aufnehmen werden. Release ist dann im Oktober 2016 bei Traumtonrecords Berlin!

Solange hier schon einmal unser neuer Teaser

 

Mother Princess ist online

www.motherprincess.de

 

Und hier noch neue TrackS:

 

 

Mandys Dandy by TANN

TANN in der Süddeutschen

tann feuilleton süddeutsche

Tann veröffentlicht im September neues Album!

Ab 13. September gibt es unser neues Album “Nadel verpflichtet” !!

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Vorbestellungen gerne per Mail unter rene.bornstein@gmail.com

Neue Veröffentlichung von Lammel I Lauer I Bornstein

Wir freuen uns sehr, dass unser Debüt Album “Novemberlieder” im Februar das Licht der Welt erblickt hat.

Zusammen mit unsrem Label “Nabel” haben wir unsere CD veröffentlicht. Die CD kann bei mir bestellt werden.

Gerne könnt ihr auch auf unserer Webseite vorbeischauen.

 

www.lammel-lauer-bornstein.de

Rüsselsheim:::ECHO:::TANN 2014

Bunter Stilmix im Jazzcafé

Musik – Trio Tann begeistert Zuhörer im „Rind“ – Stücke aus kommendem Album präsentiert

Das Trio Tann war zum dritten Mal Gast im Jazzcafé. Die Rüsselsheimer freuten sich offensichtlich auf das Wiedersehen mit der Band, Christian Vogt musste vor Konzertbeginn nicht nur zusätzliche Stühle, sondern auch noch einen weiteren Tisch für die Gäste im Rind aufstellen.
Das Trio hatte einen Schwung neuer und bisher unveröffentlichter Lieder mit im Gepäck, mit denen sie erst nächste Woche ins Studio gehen werden. Das Publikum im Rind bekam also eine kleine Vorausschau auf das kommende Tann-Album.
Als Bassist René Bornstein das Konzert mit einigen schweren Tönen aus seinem Kontrabass eröffnete, mag sich manch einer heimlich gefragt haben, ob heute wirklich Jazzcafé sei. Mit wolligem Rauschebart und kariertem Holzfällerhemd sah der Musiker nicht direkt nach Jazzclub aus und das kleine Modell eines Tannenbaumes am Bühnenrand erinnerte noch eher an das weihnachtliche Krippenspiel vor wenigen Wochen. Diese optische Verwirrung wurde von dem Gehörtem jedoch schnell wieder verweht. Ja, das war lupenreiner Jazz, den dieser Holzfäller da aus seinem großen Instrument zupfte. Denn Tann sind eine Jazzband, aber eine, die es an spritzig-frecher Attitüde mit mancher Punkband aufnehmen könnte.
Im Mittelpunkt der Musik stand das mal funkige, mal eher sphärische Gitarrenspiel von Dirk Haefner. Rund und weich wie Wassertropfen perlten die Töne aus seiner Gitarre, während seine Finger über das Griffbrett huschten. Dazu strich Schlagzeuger Demian Kappenstein mit einer großen Auswahl von Stöcken und Besen über die Felle seiner Trommeln, unter anderem bearbeitete er sein Schlagwerk mit einer Klobürste und einer alten Kinderpuppe mit eingebautem Glockenspiel. Unter all diesen Klangexperimenten brummte und knurrte das Bassspiel von Bornstein als harmonisches und rhythmisches Fundament der Gruppe.
Und dieses Fundament hielt ziemlich gut, denn geschlossen wie ein Mann jagten die Musiker von einem auf den anderen Moment wild durch alle denkbaren Stile, ohne dass es unkontrolliert oder hektisch wirkte. Die Gruppe war jederzeit bereit, die Stimmung eines Stückes um 180 Grad kippen zu lassen.
Neben der Musik durchaus auch unterhaltsam waren die schrägen Geschichten, mit denen Drummer Kappenstein durch das Programm führte. Das Lied „Julia auf dem Ponyhof“, erklärte er, handele von einem Erlebnis aus der Kindheit des Bassisten René Bornstein. Als Ferienjob habe dieser auf einem Bauernhof geholfen, Pferdeäpfel einzusammeln und sich dabei in die Gutsherrentochter des Hofes verguckt.
Andere Lieder seien den Winterdepressionen, Zirkusaufenthalten oder Roger Whittaker zu verdanken. Der Song „Mandys Dandy“ sei gar eine sächsische Fassung des Rotkäppchens. Und selbst eine kleine politische Botschaft hatten die punkigen Jazzer mitgebracht. Passend zum Forstfimmel der Band, das letzte Album ist nach dem Fachwort für Nadelhölzer „Konifere“ getauft, sammelten die drei Spenden für die „Schutzgemeinschaft Deutscher Wald“. „Da geht es um den Schutz von Mischwäldern“, erklärte Kappenstein, „und das finden wir, auch als Analogie für unsere Gesellschaft, unterstützenswert.“
Die knapp über 70 Zuhörer spendeten großen Applaus und ließen die Musiker erst nach einer zweiten Zugabe von der Bühne. Nach einem Programm aus lauter eigenen Liedern gab es dann als Rausschmeißer eine Coverversion des Wheatus-Heulers „Teenage Dirtbag“.
Der Zuschauer, der das Lied in der verjazzten Version zuerst erkannt hatte, konnte eine CD gewinnen.

Neue CD!!!

Es gibt eine neue CD!
Ich war mit der Band Lammel I Lauer I Bornstein im Studio!
Wir haben die CD “Novemberlieder” in der UdK in Berlin aufgenommen.

Wir arbeiten mit der Künstlerin Franziska Reinbothe
zusammen.”””Jedes Cover ist ein Unikat”””” und handgefertigt!

Hier ein paar Beispiele:
cd llb
Erhältlich für 15 Euro(5 Euro gehen an die Künstlerin)
Total play 52:12/9 Tracks
Mail to rene.bornstein.de

TANN in Rüsselsheim

15. März 2013  | gm

Virtuosen,

mit allen Wassern gewaschen

Konzert – Das Trio „Tann“ entwickelt beim Auftritt im „Rind“ auf jazz-untypische Weise einen homogenen Gesamtsound

Augenkontakt:  Mit Blicken und Gesten stimmten sich die Musiker des Jazztrios „Tann“ bei ihrem Auftritt im Rind ständig ab (von links: René Bornstein, Dirk Häfner und Demian Kappenstein).  Foto: Frank Möllenberg

Vergrößern | Augenkontakt: Mit Blicken und Gesten stimmten sich die Musiker des Jazztrios „Tann“ bei ihrem Auftritt im Rind ständig ab (von links: René Bornstein, Dirk Häfner und Demian Kappenstein). Foto: Frank Möllenberg

Till Schweiger-Fans konnten aufatmen: Wer sich nur schweren Herzens dazu durchringen konnte, die „Tatort“-Premiere von Deutschlands Frauenschwarm Nummer eins für den Auftritt des Dresdner Jazztrios „Tann“ im „Jazzcafé“ zu verpassen, wurde von Demian Kappenstein über die neuesten Ermittlungsergebnisse auf dem laufenden gehalten. Der Drummer hatte nämlich auf seinem Laptop den Livestream des Krimis stets vor Augen.
Der Auftakt des Konzerts erinnerte eher an ein Stück Neuer Musik als an „High Energy Indie Jazz“ – so die Kurzbeschreibung der Band auf ihrer Website: Eine Klangwolke aus lang gehaltenen, die Obertöne auslotenden Klänge des gestrichenen Basses und perkussiven Schnipseln vom – zunächst mit Tuch abgedämpften – Schlagzeug. Dann plötzlich die erste von vielen unerwarteten Wendungen hin zu klarer tonaler Sprache.
Gitarrist Dirk Haefner, Bassist René Bornstein und Demian Kappenstein am Schlagzeug gelingen polystilistische Umbrüche, die Staunen machen. Wie Karnickel schlägt das Trio immer wieder Haken in völlig andere Richtungen, ohne den Spielfluss zu unterbrechen. Ohne – und das ist das Bemerkenswerteste an dieser Band – dass einer die anderen je dominieren würde, denn „Tann“ gelingt es auf fast jazz-untypische Weise, einen homogenen Gesamtsound zu entwickeln, bei dem weniger einzelne Soli, stattdessen gemeinsame Improvisationen das Geschehen bestimmen. Sicher: Das ist nicht so ungewöhnlich – Jazz lebt nunmal von der Improvisation. Aber das übliche Schema von Melodie – Solo – Melodie wird auf eindrucksvolle Weise durchbrochen, obwohl (oder gerade weil?) jeder von ihnen ein mit vielen Wassern gewaschener Virtuose ist.
Es findet sehr viel Augenkontakt statt auf der Bühne – auch wenn von Dirk Haefners Gesicht nicht eben viel zu sehen ist. Der Gitarrist verbirgt große Teile seines Antlitzes hinter in die Stirn gekämmter Haarpracht, die untere Hälfte bedeckt ein wilder Bart. Trotzdem ist zu beobachten, wie Mund und Kinn in ständiger, mahlender Bewegung sind. Von den elektronischen Apparaturen zu seinen Füßen macht er nur gerade so viel Gebrauch wie nötig – längst gehören die additiven Möglichkeiten zur Klangerweiterung und -beugung zum festen Ausdrucksinventar zeitgenössischer Jazzgitarristen und werden nicht mehr plakativ in den Vordergrund gestellt. René Bornstein beweist auf seinem akustischen Bass viel Gespür für klangliche Finessen, häufig ist der Bogen in Gebrauch, was viel Raum lässt für subtile Soundexkursionen.
Weniger subtil, aber umso effektvoller und wohl teilweise als Gag gemeint ist eine Aktion Demian Kappensteins am Ende des ersten Sets: Aus vollen Händen lässt er Münzen (sicherheitshalber keine Euros) auf sein Set prasseln. Als er dann mit vollem Einsatz losdrischt, spritzen die Geldstücke quer durch den Raum – „Tann“ legt viel Wert auf Humor.Rund 50 Zuhörer ließen sich begeistert auf dieses ungewöhnliche und vielschichtige Musikerlebnis ein.

 

Aus:  http://www.echo-online.de/region/ruesselsheim/Virtuosen-mit-allen-Wassern-gewaschen;art1232,3759301